← Blog

E-Commerce · 28. März 2026

Shopware 5 ist EOL: 3 realistische Optionen und was sie wirklich kosten

Shopware 5 ist seit Juli 2024 ohne Security-Support. Wer jetzt migriert, kann mehr mitnehmen als nur einen neuen Shop — wenn die richtige Option gewählt wird.

Was bedeutet Shopware 5 End-of-Life?

End-of-Life (EOL) bedeutet: der Hersteller stellt keine Security-Patches, Bugfixes oder Updates mehr bereit. Für Shopware 5 war das der 31.07.2024. Seitdem werden bekannte Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen. Für E-Commerce-Shops bedeutet das: PCI-Compliance ist gefährdet, Zahlungsanbieter können die Zusammenarbeit beenden, und das Datenschutz-Risiko steigt täglich.

Warum eine Shopware-5-Migration mehr ist als ein Shop-Wechsel

Die meisten Shopware-5-Betreiber haben dasselbe Problem: Shop, ERP und Lager sind drei getrennte Systeme. Bestellungen im Shop, Lagerstände in Excel oder einer separaten Software, Rechnungen in DATEV. Das kostet täglich Stunden Koordinationsaufwand.

Eine Migration ist die Gelegenheit, dieses Problem ein für alle Mal zu lösen — statt es in ein neues System mitzunehmen.

3 Optionen im echten Kostenvergleich

Kriterium Shopware 6 Shopify Headless Odoo (C-led)
Investition 40–120k EUR 20–50k EUR + Apps 30–70k EUR
ERP-Integration Extra (30–80k EUR) Begrenzt / teuer Nativ inklusive
Lager-Anbindung Extra Extra Nativ inklusive
Social Commerce Plugin-basiert Begrenzt Nativ (Instagram, Google Shopping)
Förderfähig Nein Nein JA (30–75%)
Lock-in Mittel Hoch (Abo, proprietär) Niedrig (Open Source)
Gesamtkosten (Shop + ERP) 70–200k EUR 50–130k EUR/5 Jahre 30–70k EUR (alles inklusive)

Alle Angaben für KMU (30–500 MA) in DACH. Einzelprojekte können abweichen.

Option 1: Shopware 6

Was es ist: Der offizielle Shopware-Nachfolger. Komplett neue Architektur — kein einfaches Upgrade von Shopware 5.

Wann sinnvoll: Wenn das Shopware-Ökosystem (Plugins, Agenturen) wichtig ist und ERP separat bleibt.

Das Problem: Shopware 6 löst nur das Shop-Problem — nicht die ERP/Lager-Trennung. Und es ist nicht förderfähig.

Option 2: Shopify

Was es ist: Cloud-Shop-Plattform mit monatlichem Abo-Modell.

Wann sinnvoll: Kleine Shops ohne komplexe ERP-Anforderungen, die schnell starten wollen.

Das Problem: Über 5 Jahre summieren sich Abo-Kosten und App-Gebühren oft auf mehr als eine Odoo-Implementierung. Und die ERP-Trennung bleibt.

Option 3: Headless Odoo (C-led)

Was es ist: Odoo als ERP-Backend (Lager, Rechnungswesen, CRM, Produktion), verbunden mit einem modernen Frontend (Astro, Next.js) via REST API. Shop + ERP + Lager + Social Commerce in einem System.

Wann sinnvoll: Retail-KMU die ERP + Shop + Lager integrieren wollen — und Fördermittel nutzen möchten.

Aus der Praxis: Retail (Mode), 80 MA

Situation: Shopware 5 EOL. Zahlungsanbieter hatte Abmahnung wegen PCI-Compliance verschickt. Shopware 6 war zu teuer — keine ERP-Integration ohne weitere 50k EUR.

Lösung: Headless Odoo — Shop + ERP + Lager + Social Commerce in einem System.

Ergebnis: Bestellabwicklung 3x schneller. Social Commerce +30% Umsatz. TCO 40% günstiger als Shopware 6 + ERP-Integration.

"Wir haben nicht nur den Shop migriert — wir haben unser ganzes Backend digitalisiert. Das hätte mit einer reinen Agentur gar nicht funktioniert."

— Geschäftsführerin, Retail (Mode), 80 MA

FAQ

Was bedeutet Shopware 5 End-of-Life konkret?

Seit 31.07.2024 keine Security-Patches mehr. Bekannte Sicherheitslücken werden nicht geschlossen. PCI-Compliance ist gefährdet, Zahlungsanbieter können die Zusammenarbeit beenden.

Ist Shopware 6 eine einfache Migration?

Nein. Shopware 6 ist eine komplett neue Architektur. Technisch ist es eine Neuentwicklung — kein Upgrade. Kosten: 40–120k EUR nur für den Shop, ohne ERP-Integration.

Was kostet Headless Odoo vs. Shopware 6 + ERP?

Headless Odoo: 30–70k EUR inklusive ERP + Lager + Social Commerce. Shopware 6 + ERP: 70–200k EUR. Dazu: Odoo ist förderfähig (30–75%), Shopware 6 nicht.

Nächste Schritte

E-Commerce-Beratung: 30 Min kostenlos Shopware-Migration im Detail Fördermittel prüfen